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Alt 16.05.2010, 15:35   #1 (Permalink)
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Ausrufezeichen Verfassungsklage? - Pennyphone

Hallo an Alle,

bin neu hier im Forum und las noch nicht alle "Abzock"-Beiträge,
bin aber ziemlich schockiert was auf dem Call-by-Cal-Markt
inzwischen passiert.
Ich habe die letzten Jahre fast täglich nach indien telefoniert
und die Tarife waren immer sehr stabil, d.h. ca. 2 Ct pro Min.
Ich war lange Zeit im Ausland, telefonierte die letzten Wochen
mit 010058 (eine der vielen Vorwahl-Nr. von Pennyphone)
und musste heute feststellen, dass das Angebot von unter
2 Ct (meist 1,1 oder 1,2 Ct.) heute bei 49 Ct. pro Minute lag.
Da meine langjährigen Erfahrungen gut waren, hatte ich
die Preise immer nur alle 3-4 Tage überprüft.
Die Telekom sagte mir, dass wohl in den Medien darüber
informiert wurde. Mein Menschenverstand sagt mir, dass
so etwas nicht mehr freie Wirtschaft ist sondern eindeutig
Betrug. Frage: Läuft eine Verfassungsklage? Was sagt der
Verbraucherschutz dazu? Ich möchte gerne etwas in die
Wege leiten, aber vielleicht wurde das bereits getan.
Mich würde auch interessieren, was andere Kunden mit
den hohen Rechnungen machten. Ich habe noch keine, da
ich erst seit 3 Wochen wieder in D. bin.

Ich freue mich über viele Antworten!!!!

LG
Shanti
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Alt 16.05.2010, 16:13   #2 (Permalink)
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Standard Erfolgreiche Kläger?

Hallo,

habe mich nun weiter eingelesen und gesehen, dass schon
einiges läuft, allerdings weiss ich nicht WAS KONKRET
(Bin neu hier)
Würde mich über Infos freuen und vor allem

GIBT ES ERFOGLREICHE KLÄGER bei 010058 bzw. deren
anderen Vorwahlen?

Gibt es eine Möglichkeit zu überprüfen, welche Tarife
dieser Anbieter in den letzten Tagen benutzte?


Herzl.Grüße
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Alt 16.06.2010, 16:10   #3 (Permalink)
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Idee Ömer Varol - Pennyphone

Habe einen Rechtsreit mir Pennyphone verloren. Kleinstbetrag. Darstellung und sorgfältige Aufarbeitung des Falls - die Mühen waren umsonst.

In Anbetracht der angefallenen Gebühren, haben die Rechtsanwälte fast für Umsonst gearbeitet. Immerhin ein Minimum an Genugtuung.

Wer vom "Geschäftsmodell" der Call by Call Anbieter, ja auch von dem Namen Varol (Bei Pennyphone und weitere call-by-call Firmen ist das der Geschäftsführer) "nicht überzeugt" ist und sich die Gebühren leisten kann, soll die Sache von Gerichten klären lassen.

Die Anwaltskosten und ggf. Ausfall der Forderungen können diese Firmen irgendwann stoppen.

P.S.
Ich zahle drauf- hauptsache ich finanziere nicht deren Leben. Die angefallenden Anwaltsgebühren reichen nicht mal aus um den Porsche Panamera mit einem Getränkehalter auszustatten. Ach Varol, Varol.

Um ganz sicher zu gehen, solltet Ihr vor jedem Call ein Screenshot der Gebührenübersicht machen. Damit habt ihr schon gute Karten.

Ja und denkt dran: Recht haben und Recht bekommen....
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Alt 19.06.2010, 12:49   #4 (Permalink)
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Standard Pennyhphone

Hallo Last Call,

ich telefoniere nur noch mit Tarifansage und mache mir Notizen.
Hoffe doch nicht das sich der Tarif innerhalb eines Telefonates
ändert.
Ich denke nach wie vor, dass es eine gesetzliche Regelung geben
sollte - zumindest dahingehend, dass Tarife angesagt werden müssen.
Denn jeder der neu ist und sich nicht auskennt, kann schwer dafür
büßen/bezahlen müssen.
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Alt 02.07.2010, 15:30   #5 (Permalink)
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Standard Ömer Varol

Sehr geehrte Mitbetroffene, als ich in der Mai Ausgabe der ComputerBild, einen kleinen Bericht über "Minutel" las, wusste ich leider Gottes an dem Tag nicht was mir bevor stand. Ich dachte mir erfreulicherweise, warum 9 Cent pro Minute und SMS zahlen, wenn ich auch mit 7,5 Cent dabei sein kann.
Da ich bei Congstar GmbH Kunde war und dort einen Vertrag laufen hatte, war es mir möglich binnen 14 Tagen zu kündigen. Der größte Fehler seit ich vor 10 Jahren ein Handy bekam und von dem Zeitpunkt an Kunde bei T-Mobile war.



In der Zeit bestellte ich bei Minutel meine neue SIM Karte und wollte entsprechend die "alte" Rufnummer mitnehmen, also portieren lassen. Die Anträge wurden soweit ausgefüllt, abgeschickt, die Kündigung von Congstar erhalten und die Portierungsgebühren von Congstar beglichen. Da der Vertrag zum 31.05.2010 gekündigt war, wollte man seitens Congstar so schnell wie möglich die Rufnummer wieder freigeben. Seit dem 02.06.2010 liegt diese Bearbeitung bei Minutel. Pünktlich am 11.06.2010 nahm Congstar die Rufnummer vom Netz und übergab Minutel die zu portierende Rufnummer. Ab da fing der Ärger erst richtig an...
- seit dem 11.06.2010 hören meine Anrufer einen Werbe-Jingle von "ring GmbH", Minutel's Mutterkonzern. (Ich wusste gar nicht, dass ich einen Werbe-Vertrag unterschrieben habe!)
- Anrufe bei Minutel ergaben immer die selben Antworten: "Ich versichere Ihnen wir arbeiten in Hochdruck an Ihr Problem. Ich kann es nur nochmal aufnehmen und entsprechend an die Fachabteilung weitergeben."
- Tage vergingen, nichts.



- Nun wurde es mir zu bunt und ich entschied mich bei dem

Mutterkonzern "ring GmbH" anzurufen. Bei dem ersten Anruf hieß es, ring und Minutel seien getrennt und man hätte keinen Einblick in den Daten. Beim zweiten Anruf klappte es komischerweise und plötzlich hatte "ring GmbH" Einblick in den Minutel - Daten. (Ich dachte alles liefe getrennt?)
An dieser Stelle sollte erwähnt werden, dass sich die Firmen "ring GmbH" und "Minutel GmbH" im selben Gebäude befinden. (Sitz Leopoldstraße 16, 40211 Düsseldorf)



- Seit dem 11.06.2010 rufe ich nun fast täglich und minutenlang bei ring und Minutel an, um mir die "Standard Antworten" an hören zu müssen. "Wir können es hier nur aufnehmen und leiten es an die entsprechende Abteilung weiter."

zusätzlich kommen nun die gravierenden Probleme:



- auf der Homepage minutel.de hat man die Möglichkeit, bzw. sollte man die Möglichkeit haben, das bei dem erreichen des Mindestbetrages von 3,00 EUR, z.B. 10 EUR vom Konto abgebucht werden, um das Prepaidkonto auf zu laden. Dies funktioniert jedoch nicht. Auf der Homepage wird ein Systemfehler angezeigt. Dies habe ich mehrmals als Fehler/Störung gemeldet, vergebens. Seit dem ich am 11.05.2010 Kunde bin, wurde dieser Fehler nicht behoben.



- nun bleibt bei dem "Service" und trotz zwei hinterlegten Bankkonten, nur eine "Überweisung" übrig, so dass das Guthabenkonto erst nach 3 - 4 Tagen aufgeladen wird..
- am 18.06.2010 konnte ich von jetzt auf gleich keine Anrufe mehr tätigen, SMS schreiben, geschweige das Guthaben abfragen. (das Guthabenkonto war gedeckt!) Diese Störung dauerte 1 Stunde. Und ein Anruf ergab folgende Antwort: "Ich kann es hier nur..."
- nun wollte ich mich erneut erkundigen, wie weit meine Rufnummernportierung ist und wieder die selben Antworten... auch zum 9 male wurde ich an diese fragliche "Fachabteilung" weiter verbunden, bzw. es nahm zu keiner Uhrzeit jemand ab.



- nun war Schluss, ich sollte der kürzeste Kunde von ring/Minutel gewesen sein. Schnell fand sich ein anderes günstiges Unternehmen, namens Maxxim. Dort habe ich gleich eine "neue SIM Karte" bestellt und gleich angegeben, dass ich "meine" Rufnummer von ehem. Congstar mitnehmen will. Verzichtserklärung ging an Minutel raus, mein Auftrag bei Maxxim war in Bearbeitung und nun hieß es abwarten. Bis man mir heute von einem Maxxim-Mitarbeiter berichtet hat: "ring GmbH gibt an, dass die zu portierende Rufnummer nicht in ihren System registriert ist." Was ist das nun bitte schön für eine Falschaussage seitens ring/Minutel? Natürlich muss die Rufnummer bei denen im System sein, oder wieso hören meine Anrufer seit Wochen einen Werbe-Jingle von ring? Nun macht sich Maxxim die Mühe bei Congstar die Rufnummer anzufragen, wobei diese seit dem 11.06.2010 vom D-Netz ist.



- heute (22.06.2010) kann ich seit 16:00 Uhr keine einzige SMS versenden. Empfangen kann ich, ebenfalls kann ich angerufen werden und Anrufe gehen raus... aber keine SMS. Wieder ein Anruf bei ring/Minutel ... Antwort kennen Sie ja schon. Noch trauriger ist es zu erfahren, dass bei den "SERVICE-HOTLINES" nur Call Center Mitarbeiter vom Mutterkonzern Callax arbeiten. Von Technik, Ablauf & "Service" haben diese Mitarbeiter keine blasse Ahnung!



- auf die "Rückrufe vom Fachpersonal" warte ich seit dem 11.05.2010, genau wie auf Reaktionen meiner Emails.



- Nach Anfragen seitens meinem neuen Provider Maxxim heißt es:
Wir haben soeben erneut mit der Portierungsabteilung von Ring telefoniert und den Sachverhalt erneut eskalieren lassen. Wir erhalten weiterhin die Auskunft, dass die Kundendatenbereinigung noch nicht abgeschlossen wäre.



Wir bedauern, dass es bei Ihrer Portierung zu erheblichen Verzögerungen kommt, die seitens von Ring verursacht werden.
Man selber wird am Telefon nur noch belogen, oder es wird frecherweise sofort aufgelegt!



Diesen Fall habe ich bereits der Verbraucherzentrale NRW und der Bundesnetzagentur zur Anzeige gebracht!



Für mich ein Fass ohne Boden, Service gleich Null. Wenn nicht sogar weit aus bei Minus... Minustel GmbH würde sich besser anhören!



Minutel GmbH so billig die Preise, so billig der Service.
Minustel ist offline   Mit Zitat antworten An Facebook senden
Alt 25.07.2010, 19:05   #6 (Permalink)
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Beiträge: 182
Standard 010058 - einfach nur UNSERIÖS

Eine Verfassungsklage wird da nichts bringen - die Verbraucher müssen reagieren und das Verhalten solcher Firmen immer wieder anprangern.

Und vor der Auswahl einfach mal googeln. Wenn man bei Angabe der Vorwahl gleich eine derartige Auswahl angeboten bekommt





sollte man den Anbieter konsequent meiden.

010058 gehört zur Firmengruppe

01030
01042
01054
01058
01077


mit Sitz in der Leopoldstraße 16, 40211 Düsseldorf
sowie den Firmen

01027
01029
01037
010029
010057

Mit Sitz in der Girmes-Kreuz-Straße 55, 41564 Kaarst.

Post bekommt man allerdings immer von Postfachadressen in Düsseldorf, ein Anruf wegen einer Mahnung geht nur über Servicenummer (14 Ct./Min.), die meist am Ende die Ziffern der Anbietervorwahl enthält.
Achja, bei allen "Firmen" wird man unter der gleichen Kundennummer geführt - und die Mahngebühren betragen identisch

Schreibauslagen / Proto 2,50 EUR
Aufwendungen und VERZUG 2,50 EUR

Deren Klagen sehe ich mit Gelassenheit entgegen
peter_pan ist offline   Mit Zitat antworten An Facebook senden
Alt 02.08.2010, 11:28   #7 (Permalink)
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Standard Bis zu 5 Jahre Haft

Interessant, auch wenn kein direkter Bezug zu Ömer Varol oder Pennyphone 010058

Süddeutsche Zeitung 02.08.2010/S 15

Kommentare

Polizei und Staatsanwalt scheinen bei Telefonbetrug zu kapitulieren

Von Daniela Kuhr

„Friedrich von Faber will uns allen ein nagelneues Auto schenken." So heißt ein Beitrag im Internet. Der Autor berichtet von einem Anruf, in dem ihm ein BMW Coupe versprochen wurde, sofern er nur eine O900er-Telefonnummer anruft. Die aber ist teuer. Der Beitrag an sich ist schon interessant. Noch interessanter aber ist die Vielzahl von Reaktionen, die er hervorgerufen hat. Ohne Ende melden sich Bürger, denen das Gleiche passiert ist. Täuschung am Telefon scheint sich zu einem lukrativen Geschäft für Kriminelle entwickelt zu haben. Das ist nicht nur ärgerlich für die Opfer. Es wirft vor allem ein schlechtes Licht auf Polizei und Staatsanwaltschaft.

Denn in diesem Fall muss man feststellen: Die oft reflexartig erhobene Forderung nach strengeren Gesetzen geht hier fehl. Das Problem liegt weniger in mangelnden Vorschriften als vielmehr im mangelnden Vollzug. Im Strafgesetzbuch ist klar geregelt: Wer sich bereichert, indem er einen anderen täuscht und dadurch dessen Vermögen beschädigt, derbegeht einen Betrug. Darauf stehen bis zu fünf Jahre Haft. Wer gewerbsmäßig handelt, kann sogar zehn Jahre ins Gefängnis kommen. Wieso also sitzen die Täter nicht längst hinter Gittern? Es kann doch nicht so schwer sein zu ermitteln, wer die 0900er-Nummer beantragt hat und wem die Einnahmen daraus zufließen. Selbst wenn die Täter im Ausland sitzen, muss das möglich sein. Doch die Ermittlungen werden reihenweise eingestellt.

Es sieht daher ganz danach aus: Entweder haben Polizei und Staatsanwaltschaft die Dimension des Problems noch nicht erkannt - oder es fehlt ihnen am nötigen Willen, die Täter zur Strecke zu bringen. Beides wäre ein Armutszeugnis.
LastCall ist offline   Mit Zitat antworten An Facebook senden
Alt 02.08.2010, 13:59   #8 (Permalink)
spammemad
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Beiträge: n/a
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Zitat:
Zitat von LastCall Beitrag anzeigen
(...)
Beides wäre ein Armutszeugnis.
Die derzeitigen Zustände SIND meines Erachtens ein Armutszeugnis für die politisch und rechtlich Verantwortlichen. Diese Verhältnisse sind offenkundig gewollt, schon die diversen hilflosen Aktionen der Bundesnutzlosagentur sprechen für sich.

Allem anderen stimme ich vollkommen zu.

FG
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